Christian Neumann wohnt mit seiner Familie auf dem Gelände der psychiatrischen Klinik, an der er Ende der siebziger Jahre Chefarzt ist.

Seine Kinder sind an den Alltag neben und mit den Patienten gewöhnt. Neumann aber fühlt sich zunehmend gefangen im starren System der Klinik. Patienten werden als billige Arbeitskräfte ausgenutzt, die Schlafsäle sind überfüllt, die therapeutische Begleitung ist unzureichend.

Während er all das in Frage stellt und endlich Reformen durchsetzen will, widerfährt ihm etwas, was er sich weder erlauben noch verzeihen kann. Er verliebt sich in eine Patientin, sein bisheriges Leben beginnt ihm zu entgleiten.

Dreißig Jahre später kehrt seine Tochter Edith an den Ort ihrer Kindheit zurück. Langsam versteht sie, in welchem Spannungsfeld sich nicht nur ihr Vater damals befand, sondern alle, die mit ihm in dieser geschlossenen Welt lebten: zwischen einer Sicherheit, die einengt, und einer Freiheit, die überfordert.