Cover Die Halbruhgien
Der Nashornvogel, das hatte Thibaut schon als
kleiner Junge in einem Tierfilm gesehen, sucht
für sein Weibchen eine kleine Baumhöhle, in die
sie gerade hineinpasst. Sie reißt sich die Flugfedern
aus, die sie in den nächsten Monaten nicht brauchen
wird, und polstert damit das Nest aus. Mit Lehm
mauert er die Höhle sorgfältig zu, bis auf eine kleine
Öffnung, durch die er seinen Kopf stecken kann.
Und während sie, sicher, geschützt, ihre Eier legt,
bringt er ihr unermüdlich Futter und Wasser, drei
Monate lang, bis die Jungen geschlüpft und groß
genug sind; auch die Flugfedern des Weibchens
sind dann nachgewachsen.
Thibaut hoffte, dass Sophie sich die Flugfedern
ausreißen würde, um sie in seiner sicheren Höhle
nachwachsen zu lassen.



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